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Herstellen einer Verbindung zum Media Vault von einem Linux-System aus

Dieses Thema enthält allgemeine Richtlinien und Anweisungen für den Zugriff auf die freigegebenen Ordner und Konfigurationsfenster auf dem HP Media Vault von einem Linux-System aus. Die einzelnen Schritte zum Konfigurieren einer Verbindung mit dem Server können je nach Linux-Installation variieren.

Herstellen einer Verbindung zum HP Media Vault mit Samba

Samba bietet einen einfachen und sicheren Weg, einen Linux-Computer mit Hilfe der Protokolle SMB (Server Message Block) und CIFS (Common Internet File System) mit dem Media Vault zu verbinden. Das Netzwerkprotokoll SMB ist das systemeigene Dateifreigabeprotokoll für Windows. CIFS definiert ein Standardprotokoll für den Remotezugriff auf ein Dateisystem über ein Netzwerk.

Um Samba verwenden zu können, muss die Anwendung auf dem Linux-System installiert sein. Informationen zum Installieren von Samba finden Sie in der Dokumentation oder auf den Hauptseiten, die im Lieferumfang der Linux-Distribution enthalten sind.

Herstellen einer Verbindung mit Hilfe einer grafischen Linux-Oberfläche

Linux-Distributionen besitzen zahlreiche Versionen und grafische Ober-flächen. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, Schritte für die Verbindung eines Linux-Systems mit dem Server über eine grafische Oberfläche anzugeben. Allgemein ist ein Netzwerkbrowser erforderlich, um eine Verbindung zum Server herzustellen.

Hinweis
 

Wird eine Firewall ausgeführt, deaktivieren Sie diese, oder konfigurieren Sie das System so, dass Samba eine Verbindung zu den SMB-Freigaben herstellt.

Der Pfad zum Server lautet wie folgt:

  • Domäne: Standard, Windows Network
  • Workgroup: Standard, ARBEITSGRUPPE
  • Computer: Standard, HPMediaVault

Falls einer dieser Standardnamen geändert wurde, verwenden Sie den neuen Namen.

Zugriff auf den HP Media Vault mit Hilfe einer IP-Adresse oder eines NetBIOS-Namens

Um eine Verbindung zum Server herzustellen, benötigen Sie die IP-Adresse oder den NetBIOS-Namen des Servers. NetBIOS ist ein Akronym für Network Basic Input/Output System. Die Verwendung des NetBIOS-Namens hat den Vorteil, dass das Linux-System den Server selbst dann ausfindig machen kann, wenn sich seine IP-Adresse ändert. In den folgenden beiden Abschnitten erhalten Sie eine Beschreibung jeder Methode.

Abrufen der IP-Adresse des HP Media Vault

Sie finden die IP-Adresse des Servers in den Konfigurationsfenstern des Routers, in der Regel unter DHCP-Client-Tabelle oder unter Verbundene Geräte anzeigen.

Verwenden des NetBIOS-Namens anstelle der IP-Adresse

Einige Linux-Installationen, z. B. Ubuntu, sind ohne zusätzliche Konfiguration nicht in der Lage, den Server anhand seines Namens zu finden. Der Standard-NetBIOS-Name des HP Media Vault ist HPMediaVault. Gehen Sie wie folgt vor, um den NetBIOS-Namen zu verwenden:

  1. Prüfen Sie zunächst, ob das Linux-System den NetBIOS-Namen des Servers bereits auflösen kann.
    1. Öffnen Sie eine Terminalsitzung.
    2. Geben Sie „ping HPMediaVault“ ein.
  2. Wenn der Ping-Test fehlschlägt, bearbeiten Sie die Datei nsswitch.conf wie folgt:
    1. Werden Sie root-Benutzer.
    2. Bearbeiten Sie in einer Terminalsitzung die Datei /etc/nsswitch.conf.
    3. Fügen Sie der folgenden Zeile in nsswitch.conf „wins“ hinzu:
    4. hosts: files dns Die Zeile lautet dann:hosts: wins files dns
  3. Installieren Sie winbind, um die NSS-Fähigkeit (Name Service Switch) zu erhalten.
  4. Prüfen Sie die ordnungsgemäße Funktion der Installation mit einem Ping-Test des Servers. Geben Sie dazu Folgendes ein:
  5. ping HPMediaVault
  6. Das Installieren von Volumes oder das Öffnen von Konfigurationsfenstern ist jetzt erheblich einfacher, da keine IP-Adresse erforderlich ist.

Herstellen einer Verbindung zum HP Media Vault mit Hilfe von Samba-Befehlszeilen

Die hier beschriebene Methode muss bei jedem Neustart wiederholt werden. Informationen dazu, wie Sie einrichten können, dass das Linux-System bei jedem Neustart automatisch eine Verbindung zum Server herstellt, finden Sie in der Dokumentation oder den Manpages der Linux-Distribution.

Gehen Sie wie folgt vor, um ein Linux-System mit dem Server zu verbinden:

  1. Öffnen Sie eine Terminalsitzung.
  2. Werden Sie root-Benutzer.
  3. Installieren Sie bei Bedarf das Samba-Plugin.
  4. Erstellen Sie ein Verzeichnis für die freigegebenen Dateien.
  5. Beispiel: mkdir /mnt/Freigabedateien
  6. Stellen Sie den freigegebenen Ordner des Servers mit der folgenden Syntax auf dem Linux-Computer bereit:
  7. mount -t smbfs //HPMediaVault/Freigabename /mountpoint/Freigabeverzeichnis
  8. Beispiel für NetBIOS-Namen: „mount -t smbfs //HPMediaVault/Dokumente /mnt/Freigabedateien“
  9. Beispiel für IP-Adresse: „mount -t smbfs //192.168.1.102/Dokumente /mnt/Freigabedateien“
  10. Hinweis
     

    „Dokumente“ ist der Name eines der standardmäßigen freigegebenen Ordner auf dem Server.

Zugriff auf die HP Media Vault Administrationskonsole

Das Konfigurationsfenster des Servers können Sie über einen Browser, z. B Firefox oder Konqueror, öffnen.

  1. Starten Sie den Webbrowser.
  2. Geben Sie im Adressfeld die IP-Adresse oder den Namen des Servers ein.
  3. Beispiel für IP-Adresse: „http://192.168.1.100“
  4. Beispiel für NetBIOS-Namen: „http://HPMediaVault“
  5. Hinweis
     

    Falls der Webbrowser den Server nicht anhand des NetBIOS-Namens findet, kann es sein, dass die Anfrage von der Firewall blockiert wird. Falls das Linux-System eben erst für die Verwendung des NetBIOS-Namens konfiguriert wurde, muss der Webbrowser möglicherweise neu gestartet werden.

  6. Der Webbrowser zeigt die Seite „Willkommen bei der Administrations-konsole“ an.
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